Übersicht aller Fälle

Geschützt: Zeit zu Zetteln! – Der Unterrichtsbezug

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Der Fall „Krönung“– Bedingungsklärung – das Ende der Wanderzeit

Hinweis: der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit:

„Der Fall „Krönung“– Vom Sich-in-Szene-Setzen und vom Hin-Setzen“

„Der Fall „Krönung“– Adel verpflichtet“

„Der Fall „Krönung“– Präsentation eines Arbeitsergebnisses – die Abseitsfalle“

„Der Fall „Krönung“– Ich sehe etwas, was du nicht siehst – oder: Kleider machen . . . → Weiterlesen: Der Fall „Krönung“– Bedingungsklärung – das Ende der Wanderzeit

Bewegungskorrektur im Sportunterricht – Basketball

Hinweis: der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit: Bewegungskorrektur im Sportunterricht – Fallstart [1]   Bewegungskorrektur im Sportunterricht – Slalomdribbeln   Bewegungskorrektur im Sportunterricht – Kernwurf   Bewegungskorrektur im Sportunterricht – Pritschen [1]   Bewegungskorrektur im Sportunterricht – Korbleger   Bewegungskorrektur im Sportunterricht – Vorübung zum Pritschen   Bewegungskorrektur im Sportunterricht – Schlagball   . . . → Weiterlesen: Bewegungskorrektur im Sportunterricht – Basketball

Anfangssequenz einer Sachunterrichtsstunde

Falldarstellung mit interpretierenden Abschnitten

Zusätzliches Material, das als Begleitmaterial bereitgestellt wird und das für die Analyse verwendet wurde, stellt u.a. die Abbildung des in dieser Stunde verwendeten Tafelbildes dar (URL: https://www.uni-muenster.de/Koviu/filme/index.html, Stand 24.02.2014) sowie die ebenfalls im Begleitmaterial enthaltenen Arbeitsblätter einiger Kinder (URL: https://www.uni-muenster.de/Koviu/filme/index.html, Stand 24.02.2014).

Analyse Analysiert wird im . . . → Weiterlesen: Anfangssequenz einer Sachunterrichtsstunde

Interpretationen von Unterrichtssequenzen durch Studierende Fall 4

Hinweis des Fallarchivs:

Der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit

Interpretationen von Unterrichtssequenzen durch Studierende Fall 1

Interpretationen von Unterrichtssequenzen durch Studierende Fall 2

Interpretationen von Unterrichtssequenzen durch Studierende Fall 3

Kontrastierung der Interpretationen von Unterrichtssequenzen durch Studierende

Falldarstellung mit interpretierenden Abschnitten

Es stellt sich damit nun die Frage, welche Schlüsse studentische . . . → Weiterlesen: Interpretationen von Unterrichtssequenzen durch Studierende Fall 4

Fallverstehen – Analyse eines Arbeitsauftrags im Fach Kunst zum Thema „Zärtlichkeit“

Falldarstellung mit interpretierenden Abschnitten

(…)

Es soll exemplarisch eine jener Analysen, die im Rahmen des Forschungsprojektes bisher durchgeführt wurden, vorgestellt werden, die Analyse einer Episode aus einer Stunde im Fach Kunst an einer Integrierten Gesamtschule.[1] (…)

Die Analyse beschränkt sich nun auf den Arbeitsauftrag, der zu Beginn der . . . → Weiterlesen: Fallverstehen – Analyse eines Arbeitsauftrags im Fach Kunst zum Thema „Zärtlichkeit“

Geschützt: Macht Religionsunterricht Sinn? – Unterrichtsbeginn

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Der mehrfach gestörte Unterricht

Falldarstellung mit interpretierenden Abschnitten

Im Folgenden soll aus der Perspektive, die primär am Verstehen des Unterrichts interessiert ist, ein Fallbeispiel vorgestellt und interpretiert werden, in dem Unterrichtsstörungen auf eine sehr spezifische Weise auftreten (…).

Es handelt sich bei dem ausgewählten Fallbeispiel um eine Stunde im Fach Deutsch, die in der . . . → Weiterlesen: Der mehrfach gestörte Unterricht

Klassenterritoriale Räume: Gang und Tafelbereich II – Der Tafelbereich als Bühne institutioneller Autorität

Hinweis – der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit:

Klassenterritoriale Räume: Gang und Tafelbereich I

Klassenterritoriale Räume: Tisch und Tischbereich I

Klassenterritoriale Räume: Tisch und Tischbereich II

Klassenterritoriale Räume: Tisch und Tischbereich III

Falldarstellung

Die Tafel, ihr näheres Umfeld sowie das Lehrerpult stellen allgemein noch immer zentrale Orte des Unterrichtens dar. Hier . . . → Weiterlesen: Klassenterritoriale Räume: Gang und Tafelbereich II – Der Tafelbereich als Bühne institutioneller Autorität

Klassenterritoriale Räume: Gang und Tafelbereich I – Der Gang als gemeinschaftliches Territorium

Hinweis – der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit:

Klassenterritoriale Räume: Gang und Tafelbereich II

Klassenterritoriale Räume: Tisch und Tischbereich I

Klassenterritoriale Räume: Tisch und Tischbereich II

Klassenterritoriale Räume: Tisch und Tischbereich III

Falldarstellung

Im folgenden empirischen Beispiel werden unterschiedliche Formen der Handhabung des Ganges innerhalb des Klassenterritoriums durch die Schüler dargelegt . . . → Weiterlesen: Klassenterritoriale Räume: Gang und Tafelbereich I – Der Gang als gemeinschaftliches Territorium

Die Tür als Schwelle und Grenze III („Eintritt des Lehrers“ Falldarstellung 2)

Hinweis: der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit:

Die Tür als Schwelle und Grenze I, Falldarstellung 1

Die Tür als Schwelle und Grenze I, Falldarstellung 2

Die Tür als Schwelle und Grenze II, Falldarstellung 1

Die Tür als . . . → Weiterlesen: Die Tür als Schwelle und Grenze III („Eintritt des Lehrers“ Falldarstellung 2)

Die Tür als Schwelle und Grenze III („Eintritt des Lehrers“ Falldarstellung 1)

Hinweis: der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit:

Die Tür als Schwelle und Grenze I, Falldarstellung 1

Die Tür als Schwelle und Grenze I, Falldarstellung 2

Die Tür als Schwelle und Grenze II, Falldarstellung 1

Die Tür als . . . → Weiterlesen: Die Tür als Schwelle und Grenze III („Eintritt des Lehrers“ Falldarstellung 1)

Die Tür als Schwelle und Grenze II (Legitimierter Zutritt – Falldarstellung 1)

Hinweis: der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit:

Die Tür als Schwelle und Grenze I, Falldarstellung 1

Die Tür als Schwelle und Grenze I, Falldarstellung 2

Die Tür als Schwelle und Grenze II, Falldarstellung 2

Die Tür als . . . → Weiterlesen: Die Tür als Schwelle und Grenze II (Legitimierter Zutritt – Falldarstellung 1)

Die Tür als Schwelle und Grenze II (Legitimierter Zutritt – Falldarstellung 2)

Hinweis: der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit:

Die Tür als Schwelle und Grenze I, Falldarstellung 1

Die Tür als Schwelle und Grenze I, Falldarstellung 2

Die Tür als Schwelle und Grenze II, Falldarstellung 1

Die Tür als . . . → Weiterlesen: Die Tür als Schwelle und Grenze II (Legitimierter Zutritt – Falldarstellung 2)

Die Tür als Schwelle und Grenze I (Konfirmation der Grenze der Klassengemeinschaft – Falldarstellung 1)

Hinweis: der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit:

Die Tür als Schwelle und Grenze I, Falldarstellung 2

Die Tür als Schwelle und Grenze II, Falldarstellung 1

Die Tür als Schwelle und Grenze II, Falldarstellung 2

Die Tür als . . . → Weiterlesen: Die Tür als Schwelle und Grenze I (Konfirmation der Grenze der Klassengemeinschaft – Falldarstellung 1)

Die Tür als Schwelle und Grenze I (Konfirmation der Grenze der Klassengemeinschaft – Falldarstellung 2)

Hinweis: der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit:

Die Tür als Schwelle und Grenze I, Falldarstellung 1

Die Tür als Schwelle und Grenze II, Falldarstellung 1

Die Tür als Schwelle und Grenze II, Falldarstellung 2

Die Tür als . . . → Weiterlesen: Die Tür als Schwelle und Grenze I (Konfirmation der Grenze der Klassengemeinschaft – Falldarstellung 2)

Unterrichtsdinge/Pausendinge III (Dem Lehrer Dinge zeigen als Unterrichtsvorbereitung der Kinder)

ana geht mit einem Heft in der Hand zu Jeannettes Tisch, an dem Herr Maier sitzend mit Jeanette spricht und Nina stehend zuhört, bleibt einen halben Meter davor stehen und verfolgt das Geschehen. Als David vorbeigeht, geht Jana einen Schritt zurück, blickt eine Weile nach rechts, dann wieder zu Jeanettes Tisch. Herr Maier erläutert kopfnickend und in Blickkontakt zu Jeanette weiter. . . . → Weiterlesen: Unterrichtsdinge/Pausendinge III (Dem Lehrer Dinge zeigen als Unterrichtsvorbereitung der Kinder)

Unterrichtsdinge/Pausendinge I (Im Besitz begehrten Essgutes: territoriale Übergriffe, Weigerung und Gabe)

In der von uns untersuchten Grundschule ist es Praxis, vor Beginn der Hofpause im Klassenraum am Sitzplatz das Frühstück einzunehmen. Wenn die Kinder von der Hofpause wieder zum Klassenterritorium zurückkehren, dann führen viele von ihnen, wie erwähnt, unterschiedliche Dinge mit sich, darunter, das konnten wir beobachten, häufig Naschzeug. Dieses kann mitunter Aufhänger sein für Interaktionsprozesse, an denen – wie im folgenden – eine Reihe von Schülern beteiligt sind. . . . → Weiterlesen: Unterrichtsdinge/Pausendinge I (Im Besitz begehrten Essgutes: territoriale Übergriffe, Weigerung und Gabe)

Persönliche Requisiten: die Kleidung IV (Die Kopfbedeckung. Zum rituellen Umgang mit einem Gebrauchsgegenstand.)

Ein besonders interessantes kleidungsbezogenes Ritual ist der Umgang der Kinder mit ihren Kopfbedeckungen (Kappen bzw. Wollmützen). Die Zahl der Kappen- bzw. Mützenträger in den untersuchten Klassen ist klein. Wer allerdings eine solche Kopfbedeckung trägt, geht mit ihr in so auffälliger und vielfach weihevoller Weise um, daß von einem Ritual im engeren Sinne gesprochen werden kann. Auf performative Weise, nicht zuletzt in dem wechselseitigen mimetischen Aufgreifen der mützenbezogenen Umgangsweisen verschiedener Kinder trägt dieses Ritual nicht nur zur individuellen Identität, sondern auch zur kollektiven Identität bei. . . . → Weiterlesen: Persönliche Requisiten: die Kleidung IV (Die Kopfbedeckung. Zum rituellen Umgang mit einem Gebrauchsgegenstand.)

Persönliche Requisiten: die Kleidung III (Zwischen Affirmation und Opposition: das unterbrochene Ausziehen)

Zugleich im Türrahmen erscheinend betreten Wladimir und Canel den Raum. Beim Eintreten ziehen beide ihren Anorak ca. 20cm von den Schultern herunter, so daß sich die Ärmel aufbauschen. Während Canel den Anorak im Weitergehen ganz auszieht, geht Wladimir mit halb herabgezogenem Anorak weiter durch den Raum in Richtung Tafel bis zum OH-Projektor, kehrt dort um, geht zurück zum tischfreien Platz in der Mitte des Raumes, dreht sich dort um sich selbst, ringt kurz offenbar im Spaß mit dem ihn umfassenden Sören und geht dann zurück zur Garderobe neben der Tür, zieht dort den Anorak aus und hängt ihn auf. . . . → Weiterlesen: Persönliche Requisiten: die Kleidung III (Zwischen Affirmation und Opposition: das unterbrochene Ausziehen)

Persönliche Requisiten: die Kleidung I (Das Ausziehen der Überkleidung als Unterrichtsvorbereitung)

Die Tür wird geöffnet. Jeannette, Uzman, Martina, Ulak, Sabah, Jana, Stefan, Andy und David gehen in Richtung Garderobe. Einige Kinder beginnen im Gehen bereits, ihre Jacken auszuziehen. Jeanette kommt rasch ohne Jacke von der Garderobe zurück und geht zu ihrem Platz. Uzman geht mit der Jacke im Arm zur Garderobe. David geht, mit einer Jacke bekleidet, zum Regal, das die linke von der rechten Garderobe trennt, und beginnt, seine Jacke und seinen Schal auszuziehen. Uzman kommt ohne Jacke von der Garderobe zurück. . . . → Weiterlesen: Persönliche Requisiten: die Kleidung I (Das Ausziehen der Überkleidung als Unterrichtsvorbereitung)

Das Requisit einer schulischen Haltung: Der Stuhl II (Die Verpflichtung auf den Sitzplatz)

Während oben die provokative Infragestellung der territorialen Zuordnung des Sitzplatzes in der Auseinandersetzung zweier Schüler eine Rolle spielte, zeigt das nächste Beispiel eine Aushandlung zwischen Schülerin und Lehrerin hinsichtlich des Geltungsbereichs der Regel der Sitzordnung. . . . → Weiterlesen: Das Requisit einer schulischen Haltung: Der Stuhl II (Die Verpflichtung auf den Sitzplatz)

Das Requisit einer schulischen Haltung: Der Stuhl I (Okkupation des Sitzplatzes)

Beim rituellen Übergang zum Unterricht ist die personenspezifische Einnahme der Sitzplätze von besonderer Bedeutung. Diesen Handlungsschritt des institutionellen Ablaufschemas zu unterlaufen, wirft, wie folgendes Beispiel aus der Klasse 5x zeigt, entsprechend Konflikte auf. Der Ausschnitt setzt ein zu einem Zeitpunkt, als bereits alle Schüler im Klassenraum sowie der Lehrer (im Tafelbereich) anwesend sind. . . . → Weiterlesen: Das Requisit einer schulischen Haltung: Der Stuhl I (Okkupation des Sitzplatzes)

Klassenterritoriale Räume: Tisch und Tischbereich III (Der Schülertisch als Bühne: Opferplatz, Schaubühne, Besitzterritorium)

Carlos zieht Andy, den er an der Kleidung gepackt hat, vom Flur in den Klassenraum bis in den Bereich zwischen Tafel und Ninas Tisch, schleudert ihn dort zu Boden, kniet auf ihm und schaut hoch. Die danebensitzende Nina wendet ihren Kopf zu ihm. Carlos schaut sie an, steht auf, hält Andy dabei mit beiden Händen am Kragen fest und zieht ihn so mit hoch. Zeitgleich steht Nina auf und geht auf die andere Seite des Tisches. Carlos dreht sich beim Aufstehen um die Achse, hält Andy fest und schaut Nina an, die ihm nun hinter dem Tisch gegenüber steht. Carlos drückt Andys Kopf und Oberkörper auf Ninas Tisch. Nina schaut zu. . . . → Weiterlesen: Klassenterritoriale Räume: Tisch und Tischbereich III (Der Schülertisch als Bühne: Opferplatz, Schaubühne, Besitzterritorium)

Klassenterritoriale Räume: Tisch und Tischbereich II (Der Schülertisch als Requisit klasseninterner Beziehungen)

Lassen wir nun den Tisch als Unterrichtsfläche hinter uns und widmen uns dem Tisch als Requisit klasseninterner Beziehungen, so sind hier zumindest drei unterschiedliche Aspekte erkennbar. Die Tische werden von den Schülern im Übergang von der Pause zum Unterricht zum einen als Treffpunkt, etwa im Sinne eines Kaffeehaustisches oder eines Tresens, zum anderen als Bühne eingesetzt, wobei in letztgenannter Variante zugleich mit dem Tisch als Besitzterritorium gespielt wird. Diese Varianten werden im folgenden an je zwei Szenen exemplarisch vorgestellt und erörtert. . . . → Weiterlesen: Klassenterritoriale Räume: Tisch und Tischbereich II (Der Schülertisch als Requisit klasseninterner Beziehungen)

Klassenterritoriale Räume: Tisch und Tischbereich I (Der Schülertisch als unterrichtsbezogene Arbeitsfläche)

Daß der Schülertisch im Unterricht als, je nach Unterrichtsfach und Lehrervorgabe spezifische, Arbeitsfläche dient, ist bekannt und muß hier nicht ausführlich aufgezeigt werden. Uns interessiert, inwiefern und wie ritualisierte Aktionen und Interaktionen im Übergang von Pause zu Unterricht den Tisch einbeziehen. . . . → Weiterlesen: Klassenterritoriale Räume: Tisch und Tischbereich I (Der Schülertisch als unterrichtsbezogene Arbeitsfläche)

Drei Zahlen an der Tafel

Die Praktikantin Frau Sommer steht vor der Tafel, die Kinder sitzen jeweils zu sechst an Gruppentischen und packen gerade ihr Frühstück in die Schulranzen. Frau Sommer macht das Ruhezeichen (linker Zeigefinger über den Mund, rechte Hand in die Höhe gereckt). Nach und nach verebbt das Gemurmel, die Kinder bringen sich auf ihren Plätzen in Position, d.h. sie richten ihren Blick auf Frau Sommer, einige ahmen das Zeichen nach. . . . → Weiterlesen: Drei Zahlen an der Tafel

Der verhinderte Unterricht

olgendes Fallbeispiel eines Unterrichtsbeginns stammt aus einer größeren Feldstudie, in welcher während einer Beobachtungszeit von 174 Stunden das Beobachtungssystem zur Analyse aggressiven Verhaltens in schulischen Settings BASYS (Wettstein, 2008) entwickelt wurde. Die heiminterne Sonderschule für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche wird von 6 Schülern (2 Mädchen) im Alter von 12;3 bis 14;11 Jahren (M = 13;7) besucht. Die Klasse wird von zwei Lehrerinnen im Wechsel geführt. Durch den Ausfall der einen Lehrerin entstand ein quasiexperimentelles Untersuchungsdesign, indem ein Lehrer im Teilpensum und zwei Stellvertreter in die Untersuchung miteinbezogen wurden. Der vorliegende Transkriptionsausschnitt beschreibt den Unterrichtsbeginn eines Lehrers im Teilpensum, welcher kurzfristig die Französischlektion der ausgefallenen Klassenlehrerin übernimmt. . . . → Weiterlesen: Der verhinderte Unterricht

Interkultureller Unterricht

Liest man nun das Protokoll also unter Absehung seines tatsächlichen Kontextes und seiner Sprecher als eine Aufzeichnung irgendeiner sozialen Praxis, lässt sich der hier aufgezeichnete Wortlaut als Wiedergabe eines akustischen Eindrucks verstehen. Wohlgeformt ließe sich beispielsweise an den Kontext eines turbulenten Geschehens, wie es auf einem Marktplatz üblich ist, denken. Auf einem solchen Platz könnte ein Wochenmarkt stattfinden. Es scheint geredet zu werden und sich also um den Vollzug von Sprechakten zu handeln. Das Durcheinander lässt auf eine Vielzahl von Sprechern und Sprechakten schließen. . . . → Weiterlesen: Interkultureller Unterricht

Beginn einer Schulstunde

Die Unterrichtsequenz, die der folgenden Rekonstruktion zugrunde liegt, ist Teil der ersten Unterrichtsstunde einer ersten Klasse im zweiten Schulhalbjahr. Es handelt sich um Unterricht aus dem Jahr 2003 in einer städtischen Grundschule des Rhein-Main-Gebiets. . . . → Weiterlesen: Beginn einer Schulstunde

Eine Religionsunterrichts-Stunde – sequenzanalytisch untersucht

allen erstmal einen guten MorgenEr begrüßt die Schüler/innen, so wie er es in jeder Religionsstunde machen würde. Er markiert damit einen Übergang vom informellen Gespräch zum formellen Unterricht. Lediglich das „erstmal“ ist auffällig. Bemüht er sich, die Unsicherheit, Gespanntheit und Verkrampfung zu überspielen, indem er auf eine Formel, ein Ritual zurückgreift, das neutral und unverfänglich ist und Gewöhnlichkeit signalisiert? Oder ist es ein Ausweichen, ein Zurückgehen, die Rettung aus der Peinlichkeit der Situation in die Unverfänglichkeit des Grußes? Er möchte die Stunde so beginnen wie sonst auch, indem „erstmal“ ein „guten Morgen“ gewünscht wird, bevor es zur Sache geht. Fürsorglich greift er auf ein Ritual zurück, das auch die Schüler/innen entlasten und aus dem Druck des Ungewöhnlichen der Situation befreien kann. . . . → Weiterlesen: Eine Religionsunterrichts-Stunde – sequenzanalytisch untersucht

Vertretung bei Frau Unbekannt

Im folgenden wollen wir das Protokoll einer Vertretungsstunde betrachten, an welchem sich genauer untersuchen lässt, wie sich die Kinder bzw. Jugendlichen zur Unterrichtssituation und zur Schülerrolle ins Verhältnis setzen. . . . → Weiterlesen: Vertretung bei Frau Unbekannt

„Diesen Blödsinn lerne ich nicht!“

Mittwoch. 4. Stunde in der Klasse 10c des Gymnasiums einer Kleinstadt. Der Geschichtslehrer betritt das Klassenzimmer. Die Stunde beginnt wie immer mit dem Abfragen der Schüler. Der Lehrer braucht mündliche Noten. Daran schließt sich die Erarbeitung des neuen Stoffes an. Das geschieht auf die folgende, stets gleichbleibende Weise: Der Lehrer steht am Pult, vor ihm das aufgeschlagene Schulbuch. Daraus liest er den Schülern bis zum Ende der Stunde vor, hin und wieder interpretiert er eine Textstelle. Während dieser Lehrervorlesung stellt kein einziger Schüler Fragen. Es findet kein Gespräch statt. Die Schüler hören lediglich zu oder tun so. Manche beschäftigen sich mit etwas anderem oder erledigen ihre Hausaufgaben für ein anderes Fach. Am Ende der Unterrichtsstunde sagt der Lehrer: „So. Das, was ich Euch vorgetragen habe, lernt ihr bis zum nächsten Mal. Ihr findet das im Buch auf den Seiten 36 bis 40. Wiedersehen!“ – „Das glaubt der doch selbst nicht! Diesen Blödsinn lerne ich nicht!“ – Arno drückt damit die Einstellung der Mehrzahl seiner Mitschüler aus. . . . → Weiterlesen: „Diesen Blödsinn lerne ich nicht!“