Übersicht aller Fälle

Differenzherstellung im Deutschunterricht

Hinweis: der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit:

Differenzherstellung im Mathematikunterricht

Zusammenfassende Betrachtungen

Einleitende Bemerkungen

Die unseren Ausführungen zugrunde liegenden Daten wurden Ende 2013 in [der Sek. I] erhoben. Die einbezogene integrative Klasse des 8. Schuljahres besteht aus sechs Schülerinnen und elf Schülern im Alter von . . . → Weiterlesen: Differenzherstellung im Deutschunterricht

Differenzherstellung im Mathematikunterricht

Hinweis: der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit:

Differenzherstellung im Deutschunterricht

Zusammenfassende Betrachtungen

Falldarstellung mit interpretierenden Abschnitten

Die nachfolgende Videoszene zum Mathematikunterricht entstammt der gleichen Klasse wie der angeführte Deutschunterricht und ebenfalls der Einführung in ein neues Thema. Ähnlich wie im Deutschunterricht versammeln sich die SchülerInnen . . . → Weiterlesen: Differenzherstellung im Mathematikunterricht

„…und deswegen versuch ich mich mittlerweile nen bisschen von den anderen abzuheben“ – Die Praktiken der Distinktion des Gymnasiasten Burkhard Zeisig

Einleitende Bemerkungen

Der Wechsel von der Grundschule auf ein exklusives Gymnasium war für Burkhard mit der Erwartung verbunden, dort vor allem auf MitschülerInnen zu treffen, mit denen er sich gut versteht. Während seine zwischenzeitlich gefährdeten schulischen Leistungen mittlerweile kein Problem mehr darstellen, hat sich diese Hoffnung jedoch bisher nicht erfüllt.

. . . → Weiterlesen: „…und deswegen versuch ich mich mittlerweile nen bisschen von den anderen abzuheben“ – Die Praktiken der Distinktion des Gymnasiasten Burkhard Zeisig

Geschützt: Hausaufgabenbetreuung in der Schule

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Geschützt: Hausaufgaben in der Schule

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Geschützt: Hausaufgabenpraxis an der Ganztagsschule aus der Perspektive von Kindern

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Geschützt: Zeit zu zetteln! – Gemeinschaft stiften

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Geschützt: Zeit zu Zetteln! – Der Unterrichtsbezug

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Geschützt: Zeit zu Zetteln! – Das Publikum und die Postboten

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Geschützt: Ko-konstruktive Leistungen beim Spiel

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Geschützt: Selbstsozialisation im Rollenspiel und beim freien Spielen und Bauen

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Geschützt: Kooperation beim Bauen

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Geschützt: Selbstsozialisation in der Peerkultur sowie als Anpassung von Entwicklungswelten

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Geschützt: Arbeitsbezogene Kommunikation und Kooperation beim Lernen unter Kindern

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Geschützt: Spiegel der Einübung in die soziale Ordnung der Schule

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Aylin Demir: Leistungsorientierte Hauptschülerin mit wechselndem Peerkontext – Die Veränderung der Freundschaftsgruppen: Von der schulischen Indifferenz zur Renitenz und schließlich Affinität

Hinweis: der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit: „Nadja Tafel: Die erfolgreiche Gymnasiastin mit hochkulturellen Freizeitaktivitäten – Biografische Entwicklung: Nadja Tafel – ein Mädchen aus dem akademischen Bildungsmilieu“ „Nadja Tafel: Die erfolgreiche Gymnasiastin mit hochkulturellen Freizeitaktivitäten – Nadja und ihre Peers im Wandel der Zeit“ „Aylin Demir: Leistungsorientierte Hauptschülerin mit wechselndem Peerkontext – Biografische . . . → Weiterlesen: Aylin Demir: Leistungsorientierte Hauptschülerin mit wechselndem Peerkontext – Die Veränderung der Freundschaftsgruppen: Von der schulischen Indifferenz zur Renitenz und schließlich Affinität

Aylin Demir: Leistungsorientierte Hauptschülerin mit wechselndem Peerkontext – Biografische Entwicklung: Aylin Demir – längsschnittliche Betrachtung von der 5. bis zur 9. Klasse

Hinweis: der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit: „Nadja Tafel: Die erfolgreiche Gymnasiastin mit hochkulturellen Freizeitaktivitäten – Biografische Entwicklung: Nadja Tafel – ein Mädchen aus dem akademischen Bildungsmilieu“ „Nadja Tafel: Die erfolgreiche Gymnasiastin mit hochkulturellen Freizeitaktivitäten – Nadja und ihre Peers im Wandel der Zeit“ „Aylin Demir: Leistungsorientierte Hauptschülerin mit wechselndem Peerkontext – Die . . . → Weiterlesen: Aylin Demir: Leistungsorientierte Hauptschülerin mit wechselndem Peerkontext – Biografische Entwicklung: Aylin Demir – längsschnittliche Betrachtung von der 5. bis zur 9. Klasse

Nadja Tafel: Die erfolgreiche Gymnasiastin mit hochkulturellen Freizeitaktivitäten – Biografische Entwicklung: Nadja Tafel – ein Mädchen aus dem akademischen Bildungsmilieu

Hinweis: der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit:   „Nadja Tafel: Die erfolgreiche Gymnasiastin mit hochkulturellen Freizeitaktivitäten – Nadja und ihre Peers im Wandel der Zeit“ „Aylin Demir: Leistungsorientierte Hauptschülerin mit wechselndem Peerkontext – Biografische Entwicklung: Aylin Demir – längsschnittliche Betrachtung von der 5. bis zur 9. Klasse“ „Aylin Demir: Leistungsorientierte Hauptschülerin mit wechselndem . . . → Weiterlesen: Nadja Tafel: Die erfolgreiche Gymnasiastin mit hochkulturellen Freizeitaktivitäten – Biografische Entwicklung: Nadja Tafel – ein Mädchen aus dem akademischen Bildungsmilieu

Nadja Tafel: Die erfolgreiche Gymnasiastin mit hochkulturellen Freizeitaktivitäten – Nadja und ihre Peers im Wandel der Zeit

Hinweis: der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit: „Nadja Tafel: Die erfolgreiche Gymnasiastin mit hochkulturellen Freizeitaktivitäten – Biografische Entwicklung: Nadja Tafel – ein Mädchen aus dem akademischen Bildungsmilieu“ „Aylin Demir: Leistungsorientierte Hauptschülerin mit wechselndem Peerkontext – Biografische Entwicklung: Aylin Demir – längsschnittliche Betrachtung von der 5. bis zur 9. Klasse“ „Aylin Demir: Leistungsorientierte . . . → Weiterlesen: Nadja Tafel: Die erfolgreiche Gymnasiastin mit hochkulturellen Freizeitaktivitäten – Nadja und ihre Peers im Wandel der Zeit

Aktionismen im Klassenraum – Hasenohren

Falldarstellung

Es folgt nun eine weitere Szene (dazu auch der Fall Aktionismen im Klassenraum – Zweikampf) aus der Übergangsphase, bei der die konjunktive Dimension des Geschlechts im Vordergrund steht. Die Szene ereignet sich etwa eine halbe Minute, nachdem David Jeanette einen provokativen Tritt ins Gesäß verpasst hatte. Im Raum sind neben den Hauptakteuren . . . → Weiterlesen: Aktionismen im Klassenraum – Hasenohren

Geschützt: Kooperationspraktiken von SchulanfängerInnen – „I can write first without copying“

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Geschützt: Kooperationspraktiken von SchulanfängerInnen – „Did I do wrong?“

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Geschützt: Kooperationspraktiken von SchulanfängerInnen – „Was soll ich hier machen?“

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Peerbeziehungen in Biographien von schulischen Absteigern

Falldarstellung mit interpretierenden Abschnitten

(…) Anliegen dieses Beitrags ist es demzufolge, vier im Folgenden vorge­stellte Schülerbiografien dahingehend zu untersuchen, wie der Schulform­wechsel auf eine niedriger qualifizierende Schulform verarbeitet wurde und welche Rolle Peers und insbesondere Freunde dabei spielten. (…) In diesem Abschnitt werden die vier ausgewerteten Fälle mit ihrer Schulbiografie und der . . . → Weiterlesen: Peerbeziehungen in Biographien von schulischen Absteigern

Klassenrat: Spannungsfeld zwischen schulischen und peerkulturellen Handlungserwartungen

Falldarstellung

Die Doppelrolle im Spannungsfeld schu­lischer und peerkultureller Handlungser­wartungen soll deutlich werden an einem Gesprächsausschnitt aus einer Klassenrats­sitzung. Die Schülerinnen und Schüler sind zu diesem Zeitpunkt acht Jahre alt und bli­cken auf eine zweijährige Erfahrung mit dem Instrument zurück. Sie leiten den Klas­senrat selbst und gehen dabei nach einer festen Tagesordnung vor.

. . . → Weiterlesen: Klassenrat: Spannungsfeld zwischen schulischen und peerkulturellen Handlungserwartungen

Geschützt: Zettelchen schreiben – Peerkultur auf der Hinterbühne des Unterrichts (2)

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Geschützt: Zettelchen schreiben – Peerkultur auf der Hinterbühne des Unterrichts (1)

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Habitusformen zwischen den sozialen Feldern der Vorder- und Hinterbühne

Falldarstellung mit interpretierenden Abschnitten

Um den Zusammenhang von Peermilieus und Schule zu untersuchen, wurden Gruppendiskussionen (vgl. Loos/Schäfer 2001) und ethnographische Beobachtungen (vgl. Vogd 2005) an einer als problematisch geltenden Berliner Hauptschule [1] durchgeführt und mit der dokumentarischen Methode (vgl. Bohnsack 2003) interpretiert.[2]

Die dokumentarische Methode findet ihre Wurzeln in den . . . → Weiterlesen: Habitusformen zwischen den sozialen Feldern der Vorder- und Hinterbühne

Klassenrat: Spannungsfeld zwischen schulischen und peerkulturellen Handlungserwartungen

Falldarstellung mit interpretierenden Abschnitten

Der Klassenrat ist in der von mir beobachteten Grundschulklasse ein schulisch-institutionell verankertes Gremi­um. Welche Lernprozesse sieht die schulische Ordnung hier vor? Intendiert ist, dass die Schüler und Schülerinnen im wöchentlich ritualisierten Klassenrat Probleme bespre­chen, die während des Schulalltages entstanden sind. Dazu sollen die Beteiligten ihre Sicht auf den jeweiligen . . . → Weiterlesen: Klassenrat: Spannungsfeld zwischen schulischen und peerkulturellen Handlungserwartungen

Pippel und ihre Freunde

Falldarstellung

Kontext:

10 Klassenstufe, 3. Stunde, Wahlpflicht Wirtschaft Gesamtschule in Brandenburg, März 2000

PIPPEL (Corinne) und CARLOS unterhalten sich während einer Gruppenarbeit (Erstellung einer Wandzeitung, Thema: Euro). Über das Thema „Führerschein/Autos“ kommen sie zum Thema „Liebe/Beziehung“. Der Freund von PIPPEL fährt BMW. PIT mischt sich in die Unterhaltung ein:

PIT: . . . → Weiterlesen: Pippel und ihre Freunde

Haptische Räume – anfassen und angefasst werden

Hinweis: der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit:

Akustische Räume – hören und gehört werden

Visuelle Räume – sehen und gesehen werden

Visuelle Räume – Beobachtung aller durch alle

Akustische Räume – Stimme der Lehrerin

Akustische Räume – „Ich hab´s nicht.“

Klassenräume – Ethnographischer Feldzugang

Falldarstellung mit interpretierenden Abschnitten

Die folgende Untersuchung . . . → Weiterlesen: Haptische Räume – anfassen und angefasst werden

Akustische Räume – Stimme der Lehrerin

Hinweis: der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit:

Akustische Räume – hören und gehört werden

Visuelle Räume – sehen und gesehen werden

Visuelle Räume – Beobachtung aller durch alle

Haptische Räume – anfassen und angefasst werden

Akustische Räume – „Ich hab´s nicht.“

Klassenräume – Ethnographischer Feldzugang

Falldarstellung mit interpretierenden Abschnitten

Die folgende . . . → Weiterlesen: Akustische Räume – Stimme der Lehrerin

Visuelle Räume – Beobachtung aller durch alle

Hinweis: der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit:

Akustische Räume – hören und gehört werden

Visuelle Räume – sehen und gesehen werden

Haptische Räume – anfassen und angefasst werden

Akustische Räume – Stimme der Lehrerin

Akustische Räume – „Ich hab´s nicht.“

Klassenräume – Ethnographischer Feldzugang

 

Falldarstellung mit interpretierenden Abschnitten

Die folgende . . . → Weiterlesen: Visuelle Räume – Beobachtung aller durch alle

Aktionismen im Klassenraum – Zweikampf

Die im Folgenden vorgestellten Videoszenen entstammen einer Videopassage des Übergangs von der Hofpause zum Unterricht im Klassenraum einer fünften Klasse. Solche fünf- bis fünfzehnminütigen Passagen beginnen mit dem Öffnen der Klassentüre und enden mit dem Unterrichtsbeginn durch den Lehrer, der zumeist rituell markiert wird (z.B. durch eine Handglocke). Bei der ersten Szene ist es die konjunktive Dimension der Adoleszenz, die den primären Rahmen der Aktivitäten bildet. . . . → Weiterlesen: Aktionismen im Klassenraum – Zweikampf

Umfrage in der Pausenhalle

Die interpretierte Sequenz (1) stammt aus einer Unterrichtsstunde, die im Rahmen der Erprobung kompetenzorientierter Lernaufgaben für den Französischunterricht aufgezeichnet wurde. Schwerpunkt der Sequenz ist das Training des zielsprachlichen Sprechens. An Hand eines in der Materialsammlung vorgegebenen Fragebogens sollen die Schülerinnen und Schüler ihre Klassenkameraden zum Thema „Nutzung des Internet“ befragen. In der beobachteten Klasse entschied die Lehrkraft, diese Befragung in der Pausenhalle durchzuführen. . . . → Weiterlesen: Umfrage in der Pausenhalle

Analysebeispiel eines Elterninterviews

ie Datenanalyse nach dem Interpretationsstil der Grounded Theory (Glaser/ Strauss 1967/1996; Strauss/ Corbin 1990/ 1996; Strauss 1994) erfolgt, wie im vorherigen Kapitel ausführlicher erläutert, nach dem Grundprinzip der Entwicklung eines kategorialen Deutungsrahmens für ein bestimmtes Untersuchungsphänomen. An dieser Stelle sollen nun Daten von Eltern und SchülerInnen anhand von Analysebeispielen kodiert werden. Dabei zeichnet sich ein schematisches Vorgehen ab, welches von Beginn dieses Prozesses an unterstützend auf die spätere Theorieentwicklung wirkt. . . . → Weiterlesen: Analysebeispiel eines Elterninterviews

Dirk und Lars schreiben und malen ihre erste „Computergeschichte“

Im Folgenden werden Protokollausschnitte aus der Freiarbeit der jahrgangsübergreifenden und integrativen Schulklasse vorgestellt. Diese –hauptsächlich von den Kindern selbst organisierte – Arbeitsphase bezog sich auf die Lernbereiche Sprache und Mathematik und war fester Bestandteil der didaktischen Konzeption der beiden in der Gruppe tätigen Lehrerinnen. . . . → Weiterlesen: Dirk und Lars schreiben und malen ihre erste „Computergeschichte“

Schüler sprechen über Arbeitslosigkeit

Im folgenden Abschnitt möchte ich einige Interviewausschnitte aus dem zweiten, vierten und sechsten Schuljahr vorstellen, die als Reaktion auf die Impulsgeschichte zum Schlüsselproblem Arbeitslosigkeit zustande gekommen sind. Die Interpretationen können zeigen, wie die vorgestellten Auswertungsschritte am konkreten Material angewendet werden können. . . . → Weiterlesen: Schüler sprechen über Arbeitslosigkeit

Jungen sprechen miteinander über Schule IV

Markus erzählt hier ein Erlebnis zum Thema „Strafe“. Der vorhergehende Gesprächsverlauf lässt eine Situation entstehen, in der es beinahe schon prestigeträchtig ist, eine Strafarbeit bekommen zu haben. (,Paul: Und da un dann ham wir wieder den Ärger jetzt gekriegt“, 570; „Tobias: Hä wegen denen hab ich schon drei Strafarbeiten gekriegt wegen den Mädchen.“, 575; „Tobias: Dann hab ich die Strafarbeit gekriegt“, 581). Während es zuvor jedoch immer um ungerechtfertigt erhaltene Strafen geht, erzählt Markus eine Geschichte, in der er die Strafe provoziert hat. Er scheint mit dieser Begebenheit dennoch nicht ausgesöhnt, drückt die empfundene Ungerechtigkeit aber nicht explizit aus. Er gerät durch die vom Lehrer gestellten Alternativen unter Druck (Kollektivstrafe kein Sportunterricht oder Markus schreibt eine Strafarbeit). Das Verhalten von Felix in dieser Situation scheint ihm besonders in Erinnerung geblieben zu sein. Hier beginnt mm ein Konfliktgespräch unter den Jungen, dessen Ablauf ich genauer betrachten möchte. . . . → Weiterlesen: Jungen sprechen miteinander über Schule IV

Jungen sprechen miteinander über Schule III

Die Erzählungen der Kinder, die vielen Geschichten über Erlebnisse mit Gleichaltrigen, bestätigen die große Bedeutung von peers.(1) Ihre dominante Stellung innerhalb der Gruppendiskussion könnte jedoch auch mit dem Setting (2) zusammenhängen: Die Jungen sprechen hier in einer sozialen Situation in der Schule miteinander. Es liegt nahe, gemeinsame Themen anzusprechen und so auch Schule als soziales Beziehungssystem zu artikulieren. Dennoch überrascht im Verlauf der Gruppendiskussion zunächst, dass die Jungen immer wieder auf Mädchen Bezug nehmen. Dies wird aber teilweise auch durch die interviewende Person forciert. Ebenso könnte eine Rolle spielen, dass Jungen für das Gespräch aus einem gemischten Klassenverband herausgeholt werden. Sie erhalten dadurch den Status des Besonderen – auch gegenüber ihren Mitschülerinnen. Vor diesem Hintergrund liegt eine Abgrenzung von Mädchen im Verlauf des Gesprächs nahe. Mädchen als Gegenhorizont spielen bei den Erzählungen zum Junge-Sein eine große Rolle. . . . → Weiterlesen: Jungen sprechen miteinander über Schule III

Jungen sprechen miteinander über Schule II

Hinweis – der Fall kann gemeinsam gelesen werden mit:

Jungen sprechen miteinander über Schule I

Jungen sprechen miteinander über Schule III

Jungen sprechen miteinander über Schule IV

Falldarstellung mit interpretierenden Abschnitten Vergleich in der Gruppe

Der soziale Kontakt in der Schule ist, wie sich . . . → Weiterlesen: Jungen sprechen miteinander über Schule II

Jungen sprechen miteinander über Schule I

Der nachfolgende Gesprächsausschnitt stammt aus einer ca. 45-minütigen Diskussion mit vier Jungen der Jahrgangsstufe drei. Er befindet sich etwa in der Mitte des Gesprächs. Vorangegangen ist ein Gespräch über eine vorgelesene Geschichte, in der ein fremdes Wesen auf die Erde kommt und sich von Kindern erklären lassen möchte, was Menschen sind. Die vorbereiteten Gesprächsimpulse (Karteikarten) liegen neben dem Interviewer auf dem Boden. Er sitzt mit den Jungen im Kreis. . . . → Weiterlesen: Jungen sprechen miteinander über Schule I

Das Mona Lisa Problem

Es ist zu Anfang ein ziemliches Chaos im Raum. Vorne links beobachte ich, wie Olaf einem Mädchen (Valerie?) eine Ohrfeige verpasst, die bis zu mir in die hinterste Reihe schallt. (Das kann doch nicht sein, denke ich mir. Wie hat er diesen Effekt wieder hinbekommen? Das Geschehen ist zu weit weg, um es genauer zu beobachten.) In dem Mittelgang zwischen den Tischen, die in zwei Reihen hintereinander stehen, wagen Peter und Gerd ein Tänzchen. Peter hat seinen Arm um Gerd gelegt und ,führt’. Die beiden probieren tatsächlich ein paar Tanzschritte hin und her, dann schlingt Peter sein Bein um Gerds Unterkörper, was wohl einen Tango andeuten soll. Nach einigen weiteren Takten will Peter von mir wissen, ob das „für den Anfang schon ganz gut“ gewesen sei. Das mag ich nicht verneinen. . . . → Weiterlesen: Das Mona Lisa Problem

“Seid doch nicht so albern, Mädels!”

Der folgende Vorfall wurde von der Studentin M.F. beschrieben: In einer großen Pause, in der sich die Schüler und Schülerinnen der Grundschule auf dem Schulhof befinden, führt die Lehrerin Frau A. Aufsicht. Sie beobachtet, wie sich einige Mädchen und Jungen ihrer 4. Klasse in stiller Absprache zum Fangspiel „Mädchen fangen“ auf einem bestimmten Platz auf dem Pausenhof zusammenfinden. . . . → Weiterlesen: “Seid doch nicht so albern, Mädels!”

Als Fremde im Regelwerk des Kreises

Als forschende Teilnehmerin an Kreissituationen übertrat ich die Klassengemeinschaftsgrenzen und wurde selbst für kurze Zeit Mitglied der Kreisgemeinschaften. Ich erfuhr den Kreis als Sozialisationssituation gewissermaßen „am eigenen Leibe“. Während ich bei den Videobeobachtungen außerhalb des Kreises hinter der Kamera stand, saß ich bei den teilnehmenden Beobachtungen fast immer als fremder Gast in der Runde. Nachdem ich Platz genommen hatte, war ich meist etwas verunsichert. Mein Blick traf sich mit verschiedenen Kinderblicken. Ich nahm manchmal Interesse oder offene Neugier wahr, manchmal Desinteresse, manchmal Aufmunterung, manchmal Scham, manchmal Ablehnung. Einige Kinder ignorierten mich, andere wollten neben mir sitzen und hielten mir einen Platz frei. Als Fremde kannte ich die konkreten Regeln und Rituale des Ablaufs nicht. Ich versuchte, möglichst schnell zu erfassen, wenn das Wort reihum vergeben wurde und bei mir ankam, ob die Kinder von mir erwarten, dass ich spreche und was ich auswählen soll, um als Teilnehmerin akzeptiert zu werden. Mit der Zeit kannte ich verschiedene typische Regeln, aber jede Kreisgemeinschaft hatte auch spezifische Ordnungen herausgebildet, die mir unbekannt waren. Über ein angemessenes Verhalten in der Kreissituation klärten mich die neben mir sitzenden Kinder oder die Kreiskinder bzw. PräsidentInnen meist ganz nebenbei auf. . . . → Weiterlesen: Als Fremde im Regelwerk des Kreises

Tutorenstunde

In einer dritten Szene geht es um den Versuch einer Lehrerin, die Streber-Thematik pädagogisch zu bearbeiten. Das vorliegende Material ist das Gedächtnisprotokoll einer Tutorenstunde in der zweiten von uns beobachteten Schulklasse an einer reformorientierten Gesamtschule. Diese Klasse wird von den Lehrern als potentiell leistungsstark, aber besonders undiszipliniert charakterisiert. . . . → Weiterlesen: Tutorenstunde

Die Ethnografin nennt Olga eine Streberin

Die Beteiligung der Ethnographin an dieser Szene erscheint verblüffend. Wie kommt eine Forscherin dazu, eine Schülerin als „Streber“ zu titulieren? Und welchen Erkenntniswert kann eine solche Szene für sich reklamieren? Also kurz einige Anmerkungen zur methodischen Pikanterie: Der Ethnographin ist wichtig zu betonen, dass ihr „Streber-Einwurf“ keinesfalls eine kalkulierte Bemerkung war, sondern dass dieser Spruch ihrer Kontrolle und Reflexion gewissermaßen entzogen war. Er gründet in ihrer Überraschung angesichts einer derart außergewöhnlichen Leistung. Die prompte Zustimmung von Olivia sowie die späteren Reaktionen von Johanna und Josephine machen deutlich, dass das Verhalten der Ethnographin ,stimmig’ war. Die Ethnographin machte sich einem spontanen Impuls folgend gewissermaßen zum Sprachrohr der Situation. Ihre Handlungs- und Beobachtungsperspektive erweist sich als nah dran und integriert, was bedeutet, dass dieses Protokoll potentiell Beschreibungen enthält, die der Binnenperspektive der beforschten Kultur entstammen. . . . → Weiterlesen: Die Ethnografin nennt Olga eine Streberin

Die Schulklasse als Publikum

Falldarstellung mit interpretierenden Abschnitten

Die folgenden Szenen stammen alle aus einem Beobachtungsprotokoll, das insbesondere auf einen Schüler fokussiert, der im Folgenden „Ralf“ genannt wird. Zum Kontext: Es handelt sich um einen Sitzkreis, bei dem die Schülerinnen und Schüler auf niedrigen Bänken oder zum Teil auf dem Boden sitzen und die Mitte frei . . . → Weiterlesen: Die Schulklasse als Publikum

Schülerrede

Der gewählte Text ist ein eindrückliches ‚schülersubkulturelles Dokument’, ein Redemanuskript für einen Abi-Gag, das Schüler verfasst haben, die an der Schule als problematisch, störend, aufmüpfig, abweichend und schwierig etikettiert werden. Der Abi-Gag war am letzten Schultag im Jahre 1996 als Inszenierung einer Beerdigungszeremonie des Absolventenjahrganges im Schulpark geplant. Lassen sie sich also auf die schulische Hinterbühne einladen, die die Schüler beim Verfassen der ,Grabrede‘ antizipiert haben. Reihen sie sich gedankenexperimentell in die Trauergemeinde ein, die sich unter dem großen Baum im Park versammelt hat, bei sengender Hitze und umwoben von Ketchupduft, der den Blick auf die rote Flüssigkeit verführt, die aus dem aufgestellten Pappsarg tropft. Lauschen sie, was der Abiturient Werner als betrunkener Prediger im schwarzen Talar zu sagen weiß: . . . → Weiterlesen: Schülerrede

Helenas und Fabiennes Welt

Bei dieser Szene handelt es sich um den Ausschnitt eines Gespräches zwischen zwei 13 jährigen Freundinnen, Helena und Fabienne. Helena schwärmt für einen Popsänger namens Faiz, der seit Neuestem eine Freundin hat. Im Kern dieser Unterhaltung geht es um einen „Liebeskummer“ und ihre Fantasie, auf einem Konzert der Gruppe zu sein. Erst als Fabienne sich an ein drittes Mädchen namens Chrissi wendet, für einen Moment die gemeinsame Situation mit Helena verlässt und die bis dahin bestehende Exklusivität des Gespräches aufgibt, wird deutlich, dass dieses Gespräch in einer schulischen Situation spielt. Helena gibt nun ausdrücklich zu verstehen, dass es Wichtigeres gebe als Physik – nämlich ihr Problem – woraufhin Fabienne sich wieder der Freundin zuwendet. . . . → Weiterlesen: Helenas und Fabiennes Welt