Übersicht aller Fälle

Übergang in die Sek 1 (Hauptschule) und individuelle Orientierungsrahmen

Hinweis des Fallarchivs:  Die vorliegende Falldarstellung kann gemeinsam gelesen werden mit Übergang in die Sek 1 (Gymnasium) und individuelle Orientierungsrahmen

Falldarstellung mit interpretierenden Abschnitten

Der Übergang in die Hauptschule

Arons Grundschulkarriere (1. Interview) ist durch erhebliche Einbrüche gekennzeich­net. Bereits zu Beginn der Grundschulzeit bestehende Probleme mit Mitschülern und . . . → Weiterlesen: Übergang in die Sek 1 (Hauptschule) und individuelle Orientierungsrahmen

Übergang in die Sek 1 (Gymnasium) und individuelle Orientierungsrahmen

Hinweis des Fallarchivs:

Die vorliegende Falldarstellung kann gemeinsam gelesen werden mit Übergang in die Sek 1 (Hauptschule) und individuelle Orientierungsrahmen

Falldarstellung mit interpretierenden Abschnitten

Der Übergang auf das „exklusive“ Gymnasium

Mit Clemens wird nun, kontrastiv zu Aron, eine problematische Einmündung auf das exklusive Gymnasium dargestellt und anschließend mit . . . → Weiterlesen: Übergang in die Sek 1 (Gymnasium) und individuelle Orientierungsrahmen

Lehrfilm Objektive Hermeneutik – Teil 3

Teil 3: Ringen um die Strukturhypothese

Im abschließenden dritten Teil des Films werden implizit sinnlogische Anschlüsse überprüft und Lesarten ausgeschlossen.

 

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Lehrfilm Objektive Hermeneutik – Teil 2

Teil 2: Lesartenbildung

Im zweiten Teil des Films liegt der Schwerpunkt auf der Bildung von Lesarten und dem finden sinnlogischer Anschlüsse.

 

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Lehrfilm Objektive Hermeneutik – Teil 1

Teil 1: Interpretationsprinzipien

Im ersten Teil des Lehrfilms werden die Interpretationsprinzipien

– Wörtlichkeit

– Kontextfreiheit

– Sequenzialität

– gedankenexperimentelles Vorgehen

und

– Sparsamkeitsprinzip

eingegangen.

 

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Rekonstruktion der Schulleiterrede Schule C

Zu diesem Fall gehören die Falldarstellungen:

Werner Helsper/Rolf-Torsten Kramer: Rekonstruktion der Schulleiterrede Schule A

Werner Helsper/Rolf-Torsten Kramer: Rekonstruktion der Schulleiterrede Schule B

Kontrastierung der Schulleiterreden und der hierin enthaltenen Generationsentwürfe

Falldarstellung mit interpretierenden Abschnitten

Rekonstruktion der Schulleiterrede von Schule C „Familie geht zur Schule“: . . . → Weiterlesen: Rekonstruktion der Schulleiterrede Schule C

Rekonstruktion der Schulleiterrede Schule B

Zu diesem Fall gehören die Falldarstellungen:

Werner Helsper/Rolf-Torsten Kramer: Rekonstruktion der Schulleiterrede Schule A

Werner Helsper/Rolf-Torsten Kramer: Rekonstruktion der Schulleiterrede Schule C

Kontrastierung der Schulleiterreden und der hierin enthaltenen Generationsentwürfe

Falldarstellung mit interpretierenden Abschnitten

Rekonstruktion der Schulleiterrede Schule B

“immer herein in die gute . . . → Weiterlesen: Rekonstruktion der Schulleiterrede Schule B

Rekonstruktion der Schulleiterrede Schule A

Zu diesem Fall gehören die Falldarstellungen:

Werner Helsper/Rolf-Torsten Kramer: Rekonstruktion der Schulleiterrede Schule B

Werner Helsper/Rolf-Torsten Kramer: Rekonstruktion der Schulleiterrede Schule C

Kontrastierung der Schulleiterreden und der hierin enthaltenen Generationsentwürfe

Falldarstellung mit interpretierenden Abschnitten

Rekonstruktion der Schulleiterrede Schule A Schulisches Werben um Exklusivität: Die . . . → Weiterlesen: Rekonstruktion der Schulleiterrede Schule A

Kontrastierung der Fälle Legolas und Fritz

Die Fallstudien der Schüler Legolas und Fritz fassen die fallspezifischen Rekonstruktionsergebnisse zusammen. In diesem Kapitel wird es darum gehen, beide Schüler gegenüber zu stellen und die Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten der Verläufe der Schulkarrieren, der individuellen Orientierungsrahmen und des Verhältnisses von Orientierungsrahmen und Schulkarriere herauszuarbeiten. Durch diese Kontrastierung sollen so die einzelfallspezifischen Erkenntnisse erweitert und konkretisiert und erste Ableitungen für typologische Bestimmungen getroffen werden. . . . → Weiterlesen: Kontrastierung der Fälle Legolas und Fritz

Kontrastierung der Fälle Rainer, Henriette und Clemens

Die Grundschulzeit von Rainer ist gekennzeichnet durch durchweg sehr positive Bezüge und ebenfalls fast durchweg positive Erfahrungen mit den schulischen Anforderungen und den durch Leistungsbeurteilungen vermittelten Statusplatzierungen. Schon die Einschulung wird für Rainer als Beginn eines neuen und bedeutsamen Lebensabschnitts in der Familie initiiert. Rainer ist dann von Anfang an ein sehr leistungsstarker Schüler, der auch über die schulischen Themen hinaus sehr interessiert und wissbegierig ist. Er fühlt sich ebenfalls in der Schulklasse von Beginn an sehr wohl und genießt – obwohl er sich mit seiner Bildungsorientierung von den Mitschülern distinktiv abgrenzt – die Anerkennung der Mitschüler. . . . → Weiterlesen: Kontrastierung der Fälle Rainer, Henriette und Clemens

Kontrastierung der Fälle Michelle, Adam und Peter

Mit den Fällen von Michelle und Adam sind – zumindest für relevante Bereiche – maximal kontrastierende Eckfälle im Blick. Der Fall Peter kann – da die Fallstudie noch nicht gänzlich abgeschlossen ist – lediglich als Ausblick mit einbezogen werden. Diese Kontraste sollen für die folgenden Dimensionen, die für den individuellen Bildungsrahmen besonders relevant sind, herausgearbeitet werden… . . . → Weiterlesen: Kontrastierung der Fälle Michelle, Adam und Peter

Der Fall Rainer

Rainer findet seine Grundschulzeit vom ersten Tag an „aufregend“, wird in eine sehr kleine Klasse von 16 Schülern eingeschult und erlebt eine fast „perfekte Grundschulzeit“. Auf die Einschulung bezieht sich Rainer sehr positiv. Neben der Erzählung des detaillierten Ablaufs der Feierlichkeiten in der Schule berichtet er vom Fest mit der ganzen Familie im Garten.(1) Er fühlt sich von Beginn an in seiner Grundschulklasse sehr wohl und genießt auch außerschulische Aktivitäten wie Klassenfahrten und Projekttage. Beim Erzählen orientiert sich Rainer stark an der institutionellen (räumlich, zeitlich und sozial) Struktur der Schule und entfaltet vor diesem Hintergrund seine Grundschulzeit. . . . → Weiterlesen: Der Fall Rainer

Der Fall Legolas

Legolas wurde als zentraler Eckfahl nach den ersten beiden Interviews ausgewählt, weil er für eine unproblematische Schulkarriere und einen positiv verlaufenden Übergang an ein städtisches Gymnasium steht. Er hat keine Probleme mit den Leistungen, den Gleichaltrigen und auch zu seinen Eltern bestehen keine Spannungen aufgrund der schulischen Situation. In seinem Orientierungsrahmen konnten wir ein Gleichgewicht von Peer- und schulischer Leistungsorientierung rekonstruieren. Legolas stellt damit den exemplarischen Fall eines Schülers dar, der bis zur 5. Klasse und nach dem Übergang in die Sekundarstufe I ein harmonisches Passungsverhältnis von Familie, Schule und Peers aufweist. Im 3. Interview in Klasse 7 wird jedoch deutlich, dass er insbesondere mit den erhöhten Leistungsanforderungen in der Sekundarstufe I Schwierigkeiten bekommt, die zu Transformationsprozessen in seinem Orientierungsrahmen und zu einer Umdeutung des Übergangs führen. Diese Konstellation im Fall Legolas fassen wir in der Figur des „nachgezogenen Sekundarstufenschocks“. . . . → Weiterlesen: Der Fall Legolas

Der Fall Michelle

Michelle hat bereits mit Eintritt in die Grundschule, besonders in Mathematik aber auch in anderen Bereichen, große Schwierigkeiten, den schulischen Anforderungen zu entsprechen. Aus diesem Grund wird sie in der zweiten Klasse zurückgestellt und muss die Klassenstufe noch einmal wiederholen. Dadurch kommt sie zwar zu einer Lehrerin, die sie nicht so „nett“ findet, erlebt aber eine positive Entwicklung ihrer Leistungen: „da hab ich alles besser gekonnt“. Sie wird schließlich in die dritte Klasse versetzt. Dennoch stellt der Erhalt des Endjahreszeugnisses der zweiten Klasse ein sehr brisantes und durch hohe Ungewissheit geprägtes Ereignis dar: „da war erst mal wo ich die noten hatten wir uns erst mal alle aufgeregt da ham wir uns hingesetzt und ham erst mal gesagt hoffentlich krie komm ich in ne andere klasse //mh// und dann hinterher ähm ham wir wollt ich erst mal nicht nachgucken da hab ich nachgeguckt und da hab ich voll gefreut nur eine ist sitzengeblieben dann //ja// und das war die jessica“. . . . → Weiterlesen: Der Fall Michelle

Der Fall Peter

Die Grundschulzeit von Peter ist gekennzeichnet durch kontinuierliche Schwierigkeiten Peters, den schulischen Leistungsanforderungen zu entsprechen. Obwohl er nach Selbstauskunft eigenständig zuhause übt und die Hausaufgaben macht, sind seine Noten in der Regel schlecht. Dies führt zum Ende der dritten Klasse dazu, dass seine Versetzung in die 4. Klasse gefährdet ist, schließlich aber doch noch gelingt. Damit bleiben Peter in der Grundschulzeit größere Brüche wie Klassenwiederholungen, Schulwechsel oder auch eine Sonderschulzuweisung erspart. Es verfestigt sich jedoch über die Zeit eine zunehmende Gewissheit darüber, dass Peter keine guten schulischen Leistungen erbringen kann. . . . → Weiterlesen: Der Fall Peter

Der Fall Henriette

Henriette ist vor ihrer Einschulung in die Grundschule aufgeregt und gespannt, was sie in der Schule erwartet. Der schulische Alltag in der 1. Klasse bereitet Henriette Spaß und sie berichtet davon, dass „alles gut geklappt“ hat. Sie findet schnell Freundinnen mit denen sie spielt und hat ein gutes Verhältnis zu den Lehrerinnen. Henriette partizipiert über den Unterricht hinaus aktiv am Grundschulalltag. In der zweiten Klasse tritt sie in den Theaterkurs der Schule ein und in der 4. Klasse engagiert sich Henriette in der Schülerzeitung. . . . → Weiterlesen: Der Fall Henriette

Der Fall Fritz

Fritz rückte in den Fokus unserer Auswertungen, da er eine sehr bewegte Schullaufbahn durchläuft, die durch zwei Schulwechsel geprägt ist. Im Zuge des institutionell vorgesehenen Übergangs in die Sekundarstufe I besucht Fritz trotz fehlender Empfehlung und als erster in seiner Familie das Gymnasium, welches er aber nach einem Jahr aufgrund von versetzungsgefährdenden Leistungsproblemen wieder verlässt. Somit steht Fritz für einen Fall, bei dem der Übergang in die Sekundarstufe I problematisch verläuft und durch Passungsprobleme geprägt ist. Sein Orientierungsrahmen kennzeichnet sich durch eine starke Peer- und Integrationsorientierung, die innerhalb des schulischen Raumes eine große Rolle spielt. Weiterhin charakterisiert er sich durch eine Fremdheit gegenüber den schulischen Strukturen auf der einen und einer schulischen Anpassungs- und Konformitätsorientierung auf der anderen Seite. . . . → Weiterlesen: Der Fall Fritz

Der Fall Clemens

Im Gegensatz zu Rainer stammt Clemens aus einer Familie mit weniger hohem sozioökonomischen Status. Clemens Mutter hat zu DDR-Zeiten das Abitur abgelegt und anschließend Betriebswirtschaft studiert. Nach der Wende nahm sie eine Stelle als Buchhalterin an. Clemens Vater ist Fotograph. Die Eltern sind sehr bildungsambitioniert und zeigen hohes Interesse an Clemens Bildungslaufbahn. Clemens Mutter meldet ihn im Kindergarten zur musikalischen Früherziehung und im renomierten städtischen Chor an, wodurch sie den Grundstein für seine Chorkarriere legt. Diese frühe Einmündung in eine musische Laufbahn verknüpft sich nun mit einer nachhaltigen Planung der anstehenden Schulkarriere. Clemens Mutter möchte ihren Sohn in einer bestimmten Grundschule und bei einer über die Familie bereits bekannten Lehrerin unterbringen.(1) Diese Lehrerin war bereits die Klassenlehrerin von Clemens Onkel, dessen Schullaufbahn in eine sehr erfolgreiche berufliche Karriere mündete. . . . → Weiterlesen: Der Fall Clemens

Der Fall Adam

Adam erlebt die ersten zwei Jahre auf der Grundschule ambivalent. Einerseits hat Adam gute Beziehungen zu seiner Klassenlehrerin und zum überwiegenden Teil seiner Mitschüler: „war jeder nett“, „klasse war sehr gu=gut //’hm hm’(schnell)// das mag isch sehr schön“. Andererseits bestehen seit der 1. Klasse Konflikte zu anderen Schülern. Adam hat vor diesen Angst und benötigt ein schützendes Umfeld, das in der 1. Klasse die Tochter einer Freundin der Mutter bietet: „also sie hat misch geschützt äh von den anderen“. Er ist in den ersten Klassen ein fleißiger und ehrgeiziger Schüler mit guten bis befriedigenden Leistungen, der sich durch häusliches Üben und zusätzliche Anstrengungen stets in der Schule zu verbessern versucht. Allerdings ist Adam auch ein Kind, welches von Schulbeginn an Probleme hat, den Anforderungen der Schule zu entsprechen. . . . → Weiterlesen: Der Fall Adam

Interpretationsprotokolle zum Fall Rainer 6

Die Thematisierung Rainers bezieht sich hier auf das oben eingeführte Thema, wie es jetzt auf der neuen Schule in Bezug auf das Lerntempo läuft. Mit der Formulierung „und da bin ich auch nich so schnell fertig dann“ zeigt sich, dass er die führende Position und den Lernerfolgsstatus des Schnellsten aus der Grundschule aufgeben musste. Wenn man das Oberthema nicht berücksichtigt, dann geht es hier eher grundsätzlich darum, nicht so schnell fertig zu sein, ohne zu wissen, auf welche Skalierung (Mitschüler oder Stoff) sich diese Aussage bezieht. Damit drückt sich eine Veränderung aus, nicht mehr so schnell fertig zu werden. Trotzdem ist er nach wie vor „schnell“ fertig, was auf einen Modus der Einebnung oder Eingliederung verweist. . . . → Weiterlesen: Interpretationsprotokolle zum Fall Rainer 6

Interpretationsprotokolle zum Fall Rainer 5

Mit dem Phasenmodell entwickelte Rainer die Bearbeitungsform des „Gerüstetseins“ gegen die Angriffe der Lehrer, indem er diese durchschaut. Er führt analytische und diagnostische Fähigkeiten als Strategien in diesem Kampfspiel ein, um seinen Titel zu verteidigen. Das heißt aber auch, dass Schule für ihn sehr viel mit Statustiteln zu tun hat. Das Restrisiko der Angriffe kann so bis zum Abitur fortgesetzt werden. Das institutionelle Ranking und sich zu bewähren in der Leistungssituation wird von Rainer in Kriegs- und Kampfbegriffen gefasst, was die Ernsthaftigkeit für ihn verdeutlicht und die Versuche zu entdramatisieren konterkariert. . . . → Weiterlesen: Interpretationsprotokolle zum Fall Rainer 5

Interpretationsprotokolle zum Fall Rainer 4

Vor dem Hintergrund der Entscheidung einer gymnasialen Schullaufbahn und wie es dazu kam, etablieren sich zwei konkurrierende Thematisierungslinien in dieser Passage. Das verweist auf zwei unterschiedliche Orientierungsrahmen für die Schulkarriere. Inhaltlich wird eine Konkurrenz zwischen Familie (Distanz, geringe emotionale Bindung) vs. eigenen Ansprüchen deutlich, die jedoch heteronom (Verhinderung der eigenen Ansprüche) durch die Dominanz der Familie bestimmt werden. Es existieren Bezüge in den Orientierungen von R., die die Ansprüchlichkeit der Familie z.T. negieren und eine eigene Alternative artikulieren. Zugleich gibt es zwischen beiden Orientierungsrahmen (familial-kollektiv vs. individuellbiographisch) Parallelen – etwa in der hohen Bewertung des schulischen Erfolgs und einem über schulische Leistungen vermittelten exklusiven Status. Die Entscheidung bleibt für R. jedoch hoch begründungswürdig, so dass rationale Versuche zur Plausibilisierung vorgenommen werden müssen. Die Frage ist, ob und wie Transformationen zur Entfaltung von eigenen Orientierungen verlaufen. Gibt es weiterhin eine Arbeit, die (in der Familie liegende fremdbestimmte) Entscheidung zu rationalisieren? . . . → Weiterlesen: Interpretationsprotokolle zum Fall Rainer 4

Interpretationsprotokolle zum Fall Rainer 3

Und es hat sich dann so abgespielt, dass fünf Kinder Frau Mahlke angesprochen haben und ihr sagten, dass es nicht in dieser Art und Weise (der Bevorzugung) weiter gehen könnte. Jedoch sollte das niemand mitkriegen und es sollt nicht herumgesprochen werden. . . . → Weiterlesen: Interpretationsprotokolle zum Fall Rainer 3

Interpretationsprotokolle zum Fall Rainer 2

Und so war es dann, dass meine Eltern und ich mal Essen waren. Die haben da über die Arbeit gesprochen, wo ich ohnehin nicht mit diskutieren kann. Ich weiß zwar, was die machen und dass die mit irgendwelchen Chemiestandorten zu tun haben, doch ich kenne die Namen nicht mal und kenne mich nicht so gut aus. Sie haben eben über die Arbeit gesprochen und ich bin bei diesem Essen in der Gaststätte am Tisch eingeschlafen und unglücklicherweise erst halb zwölf in mein Bett gekommen. . . . → Weiterlesen: Interpretationsprotokolle zum Fall Rainer 2

Interpretationsprotokolle zum Fall Rainer 1

Die dominierende Linie dieser Passage von Rainer ist die Konstruktion der Besonderheit über die Herstellung einer Generationendifferenz zu Gleichaltrigen, und so die Eingemeindung in die Erwachsenenwelt. Diese starke Orientierung an den Erwachsenen diskreditiert dabei ein Modell der Kindheit. Auch an anderen Passagen des Interviews lassen sich kaum Belege finden, die mit Vorstellungen von Kindheit übereinstimmen: wie Ausgelassenheit, Verspieltheit, Experimentierfreude, Emotionalität. Da an einigen Stellen aber die Grenzziehung nicht so deutlich und brüchig wird, verweist dies auf seinen Drang, nach Originalität zu streben. Sein Orientierungsrahmen spannt sich an dieser Stelle an dem Wunsch nach Distinktion (Platzierung, nicht nur hochgradige Leistungsanspruch), die stärker konstruiert wird, als sie faktisch ist, auf. Das verweist auf ein Bedürfnis nach Anerkennung als jemand, der einzigartig und unverwechselbar ist, und deutet auf einen elitären Habitusentwurf hin. . . . → Weiterlesen: Interpretationsprotokolle zum Fall Rainer 1